Cyberwar – Krieg 2.0

Kriege gibt es schon seitdem wir uns zurück erinnern können. Wie waren stets blutig, forderten unzählige tote und hinterließen nichts als Ruinen zurück. Noch heute gibt es in vielen Teilen der Welt Bürgerkriege und Aufstände wie z.B. in Afrika. Dort ist das Thema durch Lybien und Ägypten derzeit top aktuell.
Doch was ist ein Cyberwar? Den Begriff hört man ab und zu in den Medien. Cyberwar ist eine Wortneuschöpfung aus den englischen Begriffen „Cyber“ und „War“. Er bedeutet die kriegerische Auseinandersetzung in virtuellen Räumen wie dem Internet.

Vor wenigen Tagen wurde die Internet Streaming Plattform Kino.to von der Kriminalpolizei vom Netz genommen. Wenige Stunden darauf, wurde die Webseite GVU.de (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) die mitunter an der Schließung von Kino.to beteiligt war, mit einem DDOS Angriff lahmgelegt. Die Webseite war für 4 Tage nicht erreichbar. Damit wollten Hacker sich für die Schließung von Kino.to rächen.

Ein weiteres Beispiel war der Konflikt um Wikileaks. Mastercard und andere Bankunternehmen hatten Spendengelder nicht an Wikileaks weiterleiten wollen. Daraufhin haben Hacker auch die Webseiten der Kreditunternehmen angegriffen, bis es schließlich zur Zahlung der noch offenen Summe kam.

Aber Cyberwar muss nicht unbedingt nur als Rache oder Druckmittel angesehen werden, denn Cyberwar kann auch Spionage und Sabotage bedeuten. Wie z.B. im Kernkraftwerk Buschehr im Iran. Dort wurden Computer mit dem Wurm Stuxnet Infiziert. Glücklicherweise wurde das frühzeitig bemerkt, sodass es zu keiner Katastrophe kam.

Bleibt nun abzuwarten wie sich Cyberwars in den nächsten Jahren entwickeln. Solange nur bei wirtschaftlichen Schäden bleibt und dabei keine Menschen zu Schaden kommen, kann man den neuen Cyberwars doch etwas Positives abgewinnen.

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