Wie funktioniert eine Studienplatzklage?

Studiengang Immobilienwirtschaft

© Sebastian Bernhard / pixelio.de

Bei den meisten Universitäten endete die Bewerbungsfrist für das neue Wintersemester am 15. Juli. Nun heißt es also warten bis man eine Zusage oder Absage erhält. Doch es gibt auch manchmal eine Möglichkeit, trotz einer Absage seinen Wunschstudienplatz zu ergattern. Ein Weg dahin kann eine Studienplatzklage sein und wir wollen Euch in diesem Artikel zeigen, wie eine solche Studienplatzklage funktionieren kann.

Was ist eine Studienplatzklage genau?

Wenn man mit der Bewerbung auf seinen Wunschstudienplatz keinen Erfolg hat, weil z.B. der NC zu hoch war oder eine Voraussetzung nicht erfüllt war, dann kann man dagegen vor Gericht gehen. Mit diesem Schritt soll Druck auf die Universität ausgeübt werden, damit man den gewünschten Studienplatz eventuell doch bekommt.

Dazu wird meistens ein Eilverfahren einberufen, damit eine Entscheidung bis zum Beginn des Studiums steht. Sollte es aber zu einer wirklichen Klage kommen, dann dauert es meistens länger. An dieser Stelle wollen wir aber ganz klar festhalten, dass eine Studienplatzklage kein Wundermittel ist. Oft ist eine Klage mit einigen Kosten verbunden (hauptsächlich für einen Anwalt) und die Chance auf einen Erfolg ist zwar da, aber auf keinen Fall kann man da etwas garantieren. Im schlimmsten Fall hat man also viel Geld ausgegeben und seinen Studienplatz trotzdem nicht erhalten.

Oft wird ein Vergleich eingegangen, wenn es wirklich zu einer bzw. mehrerer Klagen für einen Studiengang kommt. Dann werden von der Universität X weitere Plätze zur Verfügung gestellt, die dann ggf. unter allen Klägern verlost werden, wenn es mehr Kläger als Plätze gibt.

Wie ist der genaue Ablauf einer Studienplatzklage?

Zunächst einmal sollte man nach der Absage klären, ob es einen Formfehler bei der Bewerbung gegeben hat und diese pünktlich bei der Uni eingegangen ist. Sollte das nicht der Fall sein, ist eine Klage ziemlich aussichtslos.

Die besten Chancen hat man, wenn man sich direkt an eine Uni wendet, die im Idealfall das Vergabeverfahren selber durchführt (NC-Regelung). Am besten sollte man hier aber auf einen Rechtsanwalt zurückgreifen, der sich mit der Materie auskennt, denn es sind einige Formalien zu beachten. Der Rechtsanwalt beantragt dann in der Regel einen Studienplatz außerhalb der festgesetzten Kapazität und lässt diese Möglichkeit bei Ablehnung der Hochschule gerichtlich überprüfen.

Bei einer Klage muss die Hochschule also vor Gericht erläutern, warum keine weiteren Studenten mehr aufgenommen und ob alle Kapazitäten genutzt wurden. Wenn beispielsweise nicht alle Plätze per Nachrückverfahren vergeben wurden, dann hat man gute Chancen einen Platz zu bekommen. Natürlich kann man aber kein Ergebnis garantieren oder vorhersagen, da es sich immer um eine Einzelfall-Entscheidung handelt. Weitere Infos rund um eine Studienplatzklage findet man übrigens auf dieser Webseite.

Was kostet eine Studienplatzklage?

So wie das Ergebnis lassen sich auch die Kosten schlecht vorher sagen. Zwischen 50€ und 1000€ ist viel möglich. Einen Kostenvoranschlag erhält man bei einem erfahrenen Rechtsanwalt. Man kann aber sagen, dass es immer teurer wird, wenn mehrere Instanzen durchlaufen werden.

Bildquelle: Das oben verwendete Bild stammt von www.pixelio.de. Alle Rechte liegen beim Copyright-Inhaber: © Sebastian Bernhard

Hinterlasse einen Kommentar