Konzeptionelle Planung: Unverzichtbar für die erfolgreiche Existenzgründung

Es ist an der Universität Usus, dass man als Student vor dem Beginn einer Seminar- oder Abschlussarbeit einen Arbeitsplan beim Dozenten abgeben muss. Zu diesem zählen ein Gliederungsentwurf, eine Literaturliste und vielleicht einige Thesen. Bevor man mit einer Arbeit beginnt, wird man gezwungen, sich einzuarbeiten und die wichtigsten Fragen und Probleme zu recherchieren. Diese Fähigkeit ist eine der großen Stärken, die Hochschulabsolventen mitbringen und die sie insbesondere bei einer Existenzgründung nutzen sollten. Denn deren Erfolg steht und fällt mit der konzeptionellen Planung.

Die richtige Planung

Eine Existenzgründung beginnt immer mit einer Idee: Was möchte man machen? Zu oft endet sie allerdings auch hier und die Gründer wollen sofort mit der Arbeit beginnen. Nach der Idee folgt jedoch die konzeptionelle Planung. Diese muss die wichtigsten Fragen zu den folgenden Themen beantworten:

–       Finanzierungsmöglichkeiten 

–       Marktsituation 

–       Aufbau des Unternehmens

–       Marketingkonzept

Die Finanzierungsmöglichkeiten

Die große Mehrzahl neuer Unternehmen benötigt externe Finanzierungsmöglichkeiten. Zuerst gilt es deshalb, realistisch den eigenen Kapitalbedarf zu ermitteln. Hierfür ist die Aufstellung eines Finanzplans unverzichtbar.

Dann folgt die Auflistung der verfügbaren Kapitalquellen: Wie viel Geld bringen die Gründer in das Unternehmen ein? Welcher Gelder stehen sonst noch zur Verfügung? Kann man Hilfe vom Staat erhalten? Hierfür lohnt sich ein Blick auf diesen Artikel auf Lexware.de, um sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Die Finanzierung darf nicht „auf Kante genäht“ sein, sondern muss auf soliden Beinen ruhen, denn sonst scheitert die neue Firma beim ersten unruhigen Fahrwasser.

Die Marktsituation

Die Analyse der Marktsituation umfasst drei Bereiche:

 

–       Die Standortanalyse: Warum eröffnet man das Unternehmen genau hier? Was sind die Vor- was die Nachteile?

–       Die Konkurrenz vor Ort: Wie kann man sich von dieser abgrenzen? Was macht man besser?

–        Die Idee: Was sagen unabhängige Personen mit Marktkenntnissen zur Geschäftsidee? Wo sehen sie Probleme?

Ein Netzwerk passender Kontakte ist für die Analyse der Marktsituation ein zentraler Baustein. Universitätsabsolventen haben diesbezüglich meist den unschätzbaren Vorteil, dass sie Professoren, ehemalige Kommilitonen, die bereits auf dem Markt arbeiten, sowie Freunde aus anderen (passenden) Studiengängen als Quellen anzapfen können.

Aufbau des Unternehmens

Die Gründer sollten sich ehrlich Rechenschaft über ihre Lebensläufe ablegen: Wer hat welche Stärken und Schwächen und welche Kompetenten fehlen möglicherweise noch, um erfolgreich zu arbeiten. Der Zuordnung einzelner Aufgabenbereiche geht natürlich die Wahl der Rechtsform voraus. Welche Interessen haben etwaige Gesellschafter hinsichtlich Gewinnverteilung und Geschäftsrisiko? Ausführliche Informationen zur Wahl der Rechtsform werden z.B. vom BMWi bereitgestellt.

Das Marketingkonzept

Ein neues Unternehmen mit einer guten Idee, einem erstklassigen Netzwerk und einer soliden Finanzierung nützt nichts, wenn niemand weiß, dass es die Firma gibt.

Bereits frühzeitig muss deshalb ein passendes Marketingkonzept entwickelt werden, das zum Budget passt: Dieses hat zwei Schwerpunkte – Es muss das Haus bekannt machen und es muss eine geeignete Zielgruppe (Stichwort: „Friendly Customers“) direkt ansprechen.

Auch hier gilt: Jeder Geldgeber wird ein solches Konzept verlangen, bevor er investiert.

Fazit

Eine gute konzeptionelle Planung, welche die genannten Bereiche umfasst, erleichtert das Leben als Existenzgründer erheblich: Man lernt alle Probleme und Klippen kennen, die es zu meistern gilt.

Der Mehrwert wird in einem gedanklichen Rollentausch deutlich:

Wem würde man selbst eher Geld geben? Dem Gründer, der zwar eine gute Idee hat, aber sonst noch keine Vorstellungen hat? Oder der Person, die zu einer guten Idee noch explizite Vorstellungen davon hat, was er tun muss, um sein neues Unternehmen zum Erfolg zu führen?

 

Bilduqelle: crestock.de

1 Kommentar

  1. Existenzgründer-Beratung sagt:

    Sehr gute Gliederung wie ein professioneller Businessplan aufgebaut werden muss, damit er auch vor der Bank bestehen kann. Da es dafür Fördermittel gibt empfehle ich immer, einen Fachmann einzuschalten.

Hinterlasse einen Kommentar

Facebook