Unsterblichkeit Referat

Gliederung
1. Definition
2. Religiöse Sicht
3. Philosophische Sicht
4. Biologische und Biotechnische Sicht
5. Unsterblichkeit in Märchen
6. Quellen

1. Definition
Unsterblichkeit lässt sich in zwei unterschiedliche Formen unterteilen, in die seelische Unsterblichkeit und die körperliche Unsterblichkeit. Nach der seelischen Unsterblichkeit muss nur ein kleiner Teil des Geistes oder der Seele nach dem Tode weiter existieren. Das können zum Beispiel eine Erinnerung, Literatur oder auch Formen der der Kunst sein. Im Gegensatz dazu muss bei der körperlichen Unsterblichkeit der ganze Körper sowohl ewig existieren als auch selbstständig denken und handeln.
2. religiöse Sicht
2.1. Hinduismus
Laut der Samsara Lehre lebt der Mensch in einem ewigen Kreislauf. Während seines Lebens muss er gute Taten vollbringen und nach den Regeln des Hinduismus leben, um nach seinem Tod in einer höheren Stufe wiedergeboren zu werden. Vollbringt der Mensch in seinem Leben allerdings nur schlechte oder mehr schlechte als gute Taten besteht auch die Möglichkeit, dass er eine Stufe tiefer Wiedergeboren wird. Um diesem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt zu entkommen muss der Mensch sämtliche Stufen durchlebt haben und wird dann als eine Art „absolutes Sein, das in einem reinen Bewusstsein absolute Glückseligkeit ausstrahlt“ wiedergeboren.
Es gibt drei Möglichkeiten dieses Sein zu erreichen:
1. Erlösung durch Taten (Karma)
2. Erlösung durch Erkenntnis (Jaina)
3. Erlösung durch liebende Hingabe (Bhaki)

2.2 Judentum
Im Judentum wird das ewige Leben als ‘‘große Versöhnung mit Gott angesehen. Nach dem Tod vereint sich der Mensch als Abbild Gottes mit Gott und lebt so ewig weiter.
2.3. Buddhismus
Der Buddhismus hat die selbe Vorstellung der Unsterblichkeit wie der Hinduismus. Der Mensch häuft während seines Lebens Karma an und durchläuft damit einen Kreislauf – die Samsara.
2.4. Islam
Im Islam trennen sich nach dem Tod Seele und Körper. Der Körper stirbt und der Seele ist/wird unsterblich. Die Seele tritt in eine Zwischenwelt namens Berzah bei. Dort wird sie entsprechend der guten oder schlechten Taten während des Lebens behandelt und wartet dort auf den Tag des Jüngsten Gerichts. Im jüngsten Gericht wird entschieden ob die Seele im Himmel oder der Hölle ihre Unsterblichkeit fortsetzen soll.
2.5. Christentum
Laut dem Christentum gelangt ein Mensch, wenn er sein Leben gut geführt hat, in den Himmel, wo Gott anwesend ist. Dort lebt er ewig weiter. Wenn er sein Leben allerdings schlecht geführt hat, gelangt er in die Hölle.
3. philosophische Sicht
Die philosophische Theorie der Unsterblichkeit führt unter anderem auf Platon zurück. Laut ihm und anderen Philosophen kann die Seele nicht sterben, da sie eine einfache, nicht-zusammengesetzte und immateriellen Substanz ist.
3.1. Platon
Nach Platon ist Körper des Menschen nur mit Sinnenwelt verbunden und daher vergänglich. Anders als der Körper ist die Seele des Menschen: Sie ist unsterblich. Diese Seele kann Teile der Ideenwelt sehen.
3.2. Kant
Nach Kant ist es nicht möglich, die Unsterblichkeit theoretisch zu beweisen. Er sieht es jedoch als notwendige Annahme an, da der Mensch ein „moralisches Wesen“ ist und das „höchste Gut“ nach dem der Mensch strebt, ohne die Unsterblichkeit nicht erreichen kann.

3.3. Schopenhauer
Nach Schopenhauer liegt die Unsterblichkeit in der Natur, sie ist keine Eigenschaft der Seele oder des Einzelnen, der Mensch ist in diese Denkmodelle eingespannt.

4. Biologische und Biotechnische Unsterblichkeit

4.1 Allgemein Tod
Ein Lebewesen stirbt durch den Zerfall von Zellen, Organen und der DNA. Die Zellen werden durch ständiges Kopieren der Erbinformationen alt und schaffen es nicht mehr die „kaputten“ oder „beschädigten“ Zellen, bzw. die die nicht mehr leistungsfähig sind zu erneuern. Im Moment beträgt die Lebenserwartung in Deutschland Durchschnittlich 79 Jahre. Jedoch steigt diese in den nächsten Jahren stark an.

.2 Biologische Unsterblichkeit
Einen Beweis für biologische Unsterblichkeit bei höher entwickelten tierischen und pflanzlichen Lebensformen gibt es noch nicht. Denn bei den meisten bekannten Tieren nimmt die Fähigkeit zur Selbstregeneration im Verlaufe des Lebens aus verschiedenen Gründen ab. Wenn ein Tier existiert, das Beschädigungen in demselben Maße reparieren kann in dem sie auftreten, wäre es wohl unsterblich.
Bsp: -Einzeller (durch Zellteilung)
-Qualle
-einige Seegurkenarten
-bei Süßwasserpolypen konnten bisher keine Anzeichen eines Alterungsvorgangs erkannt werden
-Pilze sind potentiell unsterblich (Wissenschaftler versuchen in Pilz-DNS Gene gegen das Altern zu entdecken)

4.3 Biotechnische Unsterblichkeit
Fortschritte in Hygiene, Ernährung und Medizin sorgten für einen Anstieg der Lebenserwartung. Weiter kann durch Fortschritte in den Bereichen der Genforschung (z.B. Gentherapie, Zelltherapie, regenerative Medizin, Biomedizin und Mikro- bzw. Nanotechnologie) damit gerechnet werden, dass es einen weiteren Anstieg der Lebenserwartung geben wird. Robert Freitas konstruiert im Moment Modelle von Nanomaschinen, die in Zukunft im menschlichen Körper eingesetzt werden können um Organe oder ähnliches zu ersetzten. Dadurch kann der Alterungsprozess verlangsamt oder sogar zum Stillstand gebracht werden.
4.3.1. Kryonik
Bei sehr tiefen Temperaturen (ab -196°C) kommt jede Form der Aktivität zum Erliegen, damit kommt ein weiterer Zerfall von Gewebe zum Erliegen. Durch das einfrieren des Körpers, so besteht die Hoffnung, lässt sich das Menschenleben verlängern. Dadurch können Menschen profitieren deren Alterungsprozess zu weit fortgeschritten ist oder so krank sind, dass sie von technischen Maßnahmen nicht mehr profitieren können. So können die Patienten hoffen, dass die zukünftige Medizin den Alterungsprozess beenden kann oder die Krankheit heilen kann.
4.3.2. Cyborg
Die Theorie des Cyborg sagt im allgemeinen aus, dass ein Mensch durch künstliche/technische Implantate verbessert bzw. „repariert“ wird. Den Anfang des Cyborg kann man schon heute sehen, z.B. bei künstlichen Herzen. Jedoch sind die „Ersatzteile“ den natürlichen Organen noch weit unterlegen.
4.3.3. Mind-Uploading
Beim Mind-Uploading wird ein bestimmter Teil des Gehirns digitalisiert und gesichert. Diese „Sicherheitskopie“ kann bei Bedarf in eine physische Einheit transferiert werden. Dadurch ist der Mensch unschädlich gegen psychische Krankheiten, da jeder Zeit eine Sicherheitskopie neu „aufgespielt“ werden kann und das Gehirn somit auf einen älteren Punkt „zurückgesetzt“ werden kann.
4.3.4. Stammzellenforschung
Stammzellen sind besondere Zellen in unserem Körper. Weder altern sie noch sterben sie, während wir leben, ab. Sie können beschädigte Zellen reparieren oder ersetzten. Sie kann allerdings auch beschädigtes Erbgut im menschlichen Körper wiederherstellen. Die Stammzellenforschung hofft nun mit diesen Zellen Organe neu herzustellen. Dadurch können nicht mehr funktionsfähige Organe oder auch von Krebs befallene Zellen durch neue ausgetauscht werden, die nicht mehr die Nachteile eines künstlichen Organs besitzen.

1 Kommentar

  1. felli_15 sagt:

    Hallo ich möchte sie darauf hinweisen dass sie Nr. 5 Unsterblichkeit in Märchen ausgelassen haben und das sehr wichtig für mich wäre z.B. im Märchen „Der Mann ohne Herz“ oder auch im Märchen „Die kleine Seejungfrau“. Bitte vervollständigen sie das wenn möglich. Ich danke Ihnen schon mal im Vorraus und mich hat ihre Arbeit sehr erfreut und mir sehr weitergeholfen. Mit freundlichen Grüßen ihre felli_15

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