Ein neues Semester steht bald vor der Tür und in ganz Deutschland sind wieder zahlreiche Studenten und Studentinnen auf der Suche nach einer Mietwohnung an ihrem Studienort. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig es sein kann, eine passende Wohnung kurz vor dem Semester zu finden – gerade in sehr beliebten Studienorten wie beispielsweise Heidelberg – habe ich hier für euch ein paar Informationen und Tipps zur Wohnungssuche zusammengestellt.
Vorüberlegungen
Das wirklich Erste, worüber ihr euch im Klaren sein solltet, ist euer Budget. Wie viel Miete könnt/wollt ihr maximal bezahlen? Im nächsten Schritt gilt es zu überlegen, ob ihr lieber alleine wohnen wollt, oder doch in einer WG bzw. einem Studentenwohnheim. Egal wie ihr euch entscheidet, alles hat Vor- und Nachteile (dazu später mehr).
Wohnungstypen
Einzimmerwohnung
WG mit Freunden oder Fremden
Wohnheim
Preise
Über Durchschnittpreise für die Miete kann ich hier keine Aussagen machen, da diese von Stadt zu Stadt variieren. Während man in Heidelberg für 450 € Warmmiete eine kleine Einzimmerwohnung bekommt, bekommt man in Leipzig dafür schon eine geräumige Zwei- bis Dreizimmerwohnung.
Generell gilt: je zentraler die Wohnung, desto höher die Miete. Ein Blick ins Umland lohnt sich! Je weniger Zimmer bzw. Mitbewohner eine WG hat, desto höher ist in der Regel der Preis pro Zimmer.
Wohnungssuche
Neben Anzeigen direkt am Schwarzen Brett der Hochschule oder in lokalen Zeitungen, ist das Internet die beste Plattform, da inzwischen fast jeder seine zu vermietende Wohnung ins Internet stellt. Wer eine WG sucht sollte sich bei Google systematisch durch diese Websites durcharbeiten. Wer normale Wohnungen sucht arbeitet sich hier durch. Bitte immer beachten: bei sehr vielen Wohnungsangeboten ist eine Kaution zu hinterlegen und oft wird auch eine Maklergebühr fällig.
Erst- oder Zweitwohnsitz?
Sollte es keine zwingenden Gründe geben, sollte man am Studienort immer seinen Erstwohnsitz anmelden. Hintergrund: Zweiwohnsitzsteuer. Viele Städte haben begriffen, dass Studenten ihren Erstwohnsitz lieber bei den Eltern lassen, wodurch den Städten aber diverse Einnahmen verloren gehen. Deshalb haben einige Städte eine Zweitwohnsitzsteuer eingeführt, die sich im Jahr auf mehrere Hundert Euro beläuft (abhängig von der Kaltmiete die ihr bezahlt). Weitere Informationen und eine erstklassige Übersicht gibt es hier.
Bei weiteren Fragen nutzt einfach die Kommentare!
Da hast du recht, ich zum Beispiel habe nun 3 Jahre mit einem alten Schulfreund zusammengewohnt und das lief ganz cool, weil wenn einer mal den Müll nicht rausgebracht hat, hat man halt gesagt “hey du vogel mach das mal”. Aber das kommt natürlich auch auf den Grad der Freundschaft an
12:57 pm
Du hast vergessen zu erwähnen, dass WGs mit Freunden auch schnell nach hinten losgehen können. Freunde sieht man in der Regel nicht 24/7 und weiß daher oft nicht einzuschätzen, wie schnell man sich da auf die Nerven gehen kann. Und das letzte, was man in der Regel will, ist dass dann Freundschaften wegen ständigen Wer-geht-Einkaufen- und Wer-bringt-den-Müll-raus-Konflikten auseinandergehen. Das ist schon eine kleine Zerreißprobe, gerade in der Prüfungszeit, wenn jeder angespannt ist. Ich würds nicht riskieren wollen. Aber kommt natürlich immer auf die Freundschaft an.
Ich persönlich bin mit meinem Einzelappartment im Wohnheim recht zufrieden.