Bewerben im Ausland – Tipps und Tricks

Fiese Fragen im BewerbungsgespächIn diesem Artikel wollen wir uns mit einer Beerbung im Ausland beschäftigen. Viele Absolventen haben früher oder später mal den Wunsch im Ausland arbeiten zu wollen und unsere globalisierte Welt lässt das heute leichter als jemals zuvor zu. Vor allem Großunternehmen suchen Ihre Mitarbeiter mittlerweile weltweit, damit sie ihren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ausbauen bzw. beibehalten können. Die Chancen sind für Absolventen daher vielfältig. Im Folgenden geben wir Euch ein paar Tipps und Tricks, wie Ihr Eure Bewerbung für einen Job im Ausland gestalten könnt.

Tipps zur Bewerbung im Ausland

Bei Bewerbungen sind Präzision und Professionalität gefragt. Vor allem die äußere Form sollte stets gewahrt werden. Wer sich in die Situation eines Personalers versetzt, wird das auch schnell nachvollziehen können. Nehmen wir einmal an, dass es 50 Bewerbungen für 1 Stelle gibt. Welche würdet Ihr zuerst aussortieren? Also informiert Euch über die jeweiligen Anforderungen in dem Land, in dem Ihr Euch bewerben wollt.

Folgende Gestaltungsmerkmale sollte man dabei im Auge haben und ggf. auf das jeweilige Land anpassen:

  • Bild oder kein Bild?
  • Lebenslauf in tabellarischer oder narrativer Form?
  • Lebenslauf vorwärts (Start Geburt) oder rückwärts (Start heute) gestalten?
  • Zeugnisse als Teil der Bewerbung abschicken oder erst zum Vorstellungsgespräch mitbringen?
  • Eigenes Motivationsschreiben, ja, nein oder im Anschreiben integrieren?
  • Abschlüsse nennen und/oder auf gleichwertige Abschlüsse im Zielland hinweisen?

Den Inhalt könnt Ihr dann entsprechend gestalten. Neben einem Anschreiben, in dem die eigene Motivation dargelegt werden sollte, ist natürlich der Lebenslauf von zentraler Bedeutung. Erfahrungsgemäß macht es Sinn die Bewerbungsunterlagen jeweils individuell zu gestalten. Vor allem sollte immer ein Bezug hergestellt werden, warum genau DU der richtige für den Job bist. Personaler wollen überzeugt werden.

Vor nicht allzu lange Zeit machte im Internet eine Bewerbung die Runde, bei der das gesamte Design der Webseite von airbnb sehr ähnelte. Wer selbst so kreativ sein möchte, muss schauen, ob das zum jeweiligen Land passt. Sinn macht es auf jeden Fall. Ein paar individuelle und kreative Bewerbungen findet Ihr auch bei t3n.

Tricks und Besonderheiten im englischsprachigen Raum

Zum Abschluss wollen wir Euch dann noch ein paar Besonderheiten für den englischsprachigen Raum geben, denn hier gehen vermutlich die meisten Bewerbungen hin. Wir haben 5 Tipps und Tricks für Euch zusammengestellt:

1. Immer 2 Dokumente einreichen

Eine Bewerbung besteht im englischsprachigen Raum aus dem Covering Letter (dem anschreiben) und dem CV (Lebenslauf). Es werden in der Regel keine Zeugnisse, Abschlüsse oder Arbeitszeugnisse beigelegt.

2. Kreativität ist Trumpf

Wie bereits erwähnt, kann man viel mit Kreativität erreichen. Die Freiheiten sind im englischsprachigen Raum viel größer als in Deutschland. Also gestaltet so wie es für Euch passt. Baut eine Webseite, oder erstellt ein Video. Vielleicht kann man auch seine Profile in den sozialen Medien mit einbeziehen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, mit denen man sich entsprechen präsentieren und vermarkten kann.

Ich persönlich würde auf Grund meiner Stärken vielleicht eine Webseite bauen und diese dann ins Englische übersetzen lassen (z.B. mit einem Übersetzungsdienstleister). Hier würde ich dann alle relevanten Infos zu meiner Person zur Verfügung stellen und erklären, warum ich genau der richtige für den Job bin.

3. Referenzen sind wichtiger als Zeugnisse

Vor allem in den USA haben Referenzen einen sehr hohen Stellenwert. Dieser übersteigt die von Zeugnissen bei Weitem. In der Regel werden 3 Referenzen aufgelistet, die potenziell auch kontaktiert werden können. Für Studenten und Absolventen sind in der Regel 2 Referenzen aus der Arbeitswelt und 1 Referenz aus der Studienzeit angebracht. Ein Kontakt wird übrigens meistens mit den Bewerbern abgestimmt.

4. Ehrliche Einschätzung der Englischkenntnisse

Die Bewerbung sollte vom Stil her den eigenen Englischkenntnissen entsprechen. Eine „zu gute“ Bewerbung lässt eine sehr hohe Erwartungshaltung entstehen, die dann ggf. im Vorstellungsgespräch enttäuscht wird. Natürlich sollen aber keine Fehler enthalten sein. Also unbedingt die Bewerbung Korrektur lesen lassen!

5. Nicht die Berufs- oder Abschlussbezeichnungen verwechseln

Beim Übersetzen der verschiedenen Berufe und Abschlüsse sollte man sich wirklich 100% sicher sein, dass man auch das richtige aussagt. Es empfiehlt sich also ein Wörterbuch zu nutzen, damit hier nichts daneben geht.

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