Über Umwege zum Medizinstudium

Über Umwege zum Medizinstudium

Viele Abiturienten träumen davon Medizin zu studieren. Doch in Deutschland sind die Studienplätze leider begrenzt und werden bisher mit einem sehr hohen NC vergeben. Doch wer kein exzellentes Abitur vorweisen kann und dennoch ein Medizinstudium aufnehmen möchte, hat auch ein paar Möglichkeiten. Diese wollen wir euch in diesem Artikel vorstellen und euch verraten, wie man über Umwege zum Medizinstudium gelangen kann.

Wie werden die Plätze für das Medizinstudium vergeben?

Die Regelungen haben sich in den letzten Jahren ein wenig verändert. Mittlerweile werden 60% aller Studienplätze über das Hochschulauswahlverfahren vergeben, bei dem jede Hochschule selbst unter den Bewerbern auswählen kann. Dabei werden im Regelfall die Abiturnote, die Ergebnisse des Medizinertests (TMS), etwaige berufliche Qualifikationen und weitere Faktoren berücksichtigt. Weitere 20% werden über den NC vergeben und 20% über die Wartezeit. Doch wie kann man trotzdem ein Medizinstudium beginnen, wenn man keinen Studienplatz erhält? Wir zeigen euch im Folgenden 3 Möglichkeiten auf.

Wartezeit-Regelung nutzen / Ausbildung in einem medizinischen Beruf

Um die eigenen Chancen zu verbessern und die Zeit bis zur nächsten Bewerbungsphase sinnvoll zu überbrücken, kann eine Ausbildung in einem medizinischen Beruf sinnvoll sein kann. Das kann bspw. eine Ausbildung zum Krankenpfleger, zum Arzthelfer oder einem vergleichbaren Beruf sein. So kann man zugleich seine Chancen über die Wartezeitenregelung und über das hochschuleigene Auswahlverfahren verbessern.

Studieren im Ausland

Wenn man in Deutschland keinen Medizin-Studienplatz erhält, gibt es auch die Möglichkeit ins Ausland zu gehen und hier über diesen kleinen Umweg zum Mediziner in Deutschland zu werden. Hier bestehen verschiedene Möglichkeiten, die sich von Land zu Land auch unterscheiden. Der vielleicht einfachste Weg im Ausland an einen Studienplatz zu gelangen, ergibt sich in Österreich. Zum einen ist hier die Sprachbarriere nicht so groß und zum anderen werden hier die Studienplätze ausschließlich über den Medizinertest MedAT vergeben. Jedes Jahr gibt es daher die Chance sich über diesen Test einen der begehrten Plätze an den 3 medizinischen Universitäten in Österreich zu sichern. Erfolgversprechend ist das Unterfangen aber natürlich nur, wenn man eine gründliche MedAT Vorbereitung absolviert, damit man beim eigentlichen Test auch eine Chance hat.

Weitere Länder, die in Frage kommen können, sind England, die Schweiz und Polen. Natürlich kann man auch andere Länder auswählen. Es sollte aber dann darauf geachtet werden, dass zum einen je nach Studiengang hohe Studiengebühren anfallen können (z.B. in England) und zum anderen die jeweiligen Medizinstudiengänge auch in Deutschland anerkannt werden müssen. Nur dann kann man nach dem Abschluss auch in Deutschland als Arzt arbeiten.

Studieren an einer privaten Uni

Wer es sich finanziell leisten kann, der kann auch eine private Universität als Alternative innerhalb Deutschland nutzen. In Deutschland gibt es einige private Einrichtungen, die diese Möglichkeit anbieten. Als Beispiel sei hier die Kassel School of Medicine genannt. Wer sich für diesen Weg entscheidet, muss allerdings mit hohen Kosten rechnen. Die Studiengebühren liegen nämlich zwischen 6.000€ und 11.500€ pro Semester.

Fazit: Über Umwege kann man zum Medizinstudium kommen

Wie ihr seht, gibt es doch einige Optionen, wenn es nicht auf dem direkten Weg mit dem Medizinstudium klappen sollte. Es gibt also keinen Grund zu Verzweifeln oder die eigenen Träume aufzugeben, wie auch dieser Erfahrungsbericht zeigt. Wie oft im Leben kann man auch zum Medizinstudium mit einem kleinen Umweg gelangen. Wir wünschen euch viel Erfolg dabei.

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