Innovativ: Finanzberatung auf Honorarbasis

In Sachen Finanzberatung sind die Verbraucher immer wieder verunsichert. Zu negativ waren die Nachrichten der Vergangenheit von Investmentberatungen, die lange nicht hielten, was dem Verbraucher versprochen wurde. Banken und Einrichtungen dieser Branche mussten sich etwas einfallen lassen, um das Vertrauen der Verbraucher wieder zu gewinnen und für ein hohes Maß an Transparenz zu sorgen. Gelungen ist dies nun durch eine sehr innovative Idee: die unabhängige Finanzberatung auf Honorarbasis. Was genau verbirgt sich hinter dieser Idee?

Zunächst muss man wissen, dass die Honorarberatung gesetzlich nicht geregelt ist. Jemand der als Honorarberater auftritt, erbringt eine Beratungsleistung gegen ein Honorar. Bekannt ist dieses Vorgehen bei Unternehmensberatern, Rechtsanwälten und Steuerberatern. Nimmt man es etwas genauer, sind Honorarberater vor allem Finanz- und Vermögensberater, deren Fokus auf die Beratung in den Bereichen Finanzplanung, Finanzierung, Versicherung sowie Kapital- und Geldanlage liegt. Die Besonderheit dabei ist, dass Honorarberater lediglich für ihre Beratungsleistung bezahlt werden und nicht eine Provision bekommen.

Gerade bei dieser Provisionsvergütung liegt nämlich das Problem. Herkömmliche Berater in dieser Branche erhalten bei Vertragsabschluss eine Provision. Deren Höhe richtet sich nach dem Investment des Verbrauchers. Je mehr dieser Investiert, desto höher ist der Verdienst des Finanzberaters. Nun liegt es in der Natur des Menschen, so viel Geld wie möglich zu verdienen. Kein Wunder also dass bei vielen Beratungen in der Vergangenheit nicht das Anliegen des Verbrauchers im Vordergrund stand, sondern der Kontostand des Beraters.

Durch die Honorarberatung wird dies umgangen, sodass der Berater in jedem Fall für seine Arbeit bezahlt wird, sich aber unabhängig davon voll und ganz um die Belange seines Kunden kümmern kann. Ganz gleich was er dem Kunden auch rät, er wird eine Bezahlung dafür bekommen und muss daher seinem Kunden nichts mehr „aufschwatzen“. Ein großer Pluspunkt, mit dem eine hohe Transparenz gegeben ist, sodass dieses Modell ohne Weiteres als überaus innovativ und fair bezeichnet werden kann.

1 Kommentar

  1. André Perko sagt:

    Als Finanzberater der beide Seiten kennt, sowohl die Provisions- als auch die Honorarberatung gibt es einige Anmerkungen zum Thema: zunächst muss man die oben erwähnten Vorteile klar bejahen, nehmen Sie einem Beratungsgespräch doch den „Verkaufsdruck“. Jedoch ist das alleinige Angebot an Honorarberatung allein, kein Zeichen für Qualität. Es gibt gute und schlechte Honorar, wie Prvisionsberater. Häufig wird angeführt das gerade die Verbraucher welche Beratung am nötigsten hätten sich keine Beratung leisten können bzw. wollen, man denke hier z.B an die Leser hier, Studenten und eventuell junge Berufseinsteiger. Die Vorteile sollte man sich in Ruhe aufzeigen lassen, um die scheinbar kostenlosen Gespräche mit seiner Hausbank besser einschätzen zu können. In einigen Ländern Europas ist die Provisionberatung mittlerweile verboten. Vorboten für Deutschland? Ja, deshalb prüfen Sie bitte immer ein Honorarberatungsangebot.

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