Weniger Abiturienten wollen studieren – Nur warum?

Gerade habe ich bei tagesspiegel.de einen interessanten Artikel gelesen, der für mich so kaum nachvollziehbar ist. Kurz zusammengefasst, sehen sich circa 34 Prozent der Abiturientinnen und 26 Prozent der Abiturienten mit diversen Schwierigkeiten konfrontiert, die die Aufnahme eines Studiums und damit die Zukunftsplanung erschweren würden. Genannt werden einerseits finanzielle Hürden, andererseits die Hürde des Numerus Clausus (Ergebnis einer Befragung durch das Hochschul-Informations-System (HIS))

Ich für meinen Teil, würde ja behaupten, dass manche Jugendlichen einfach generell kein Interesse mehr am Studium haben, sondern lieber schnell Geld verdienen wollen. Im Endeffekt stellt nämlich keiner der genannten Gründe ein wirklich stichhaltiges Argument dar – zumindest nicht um ein Studium als unmöglich erscheinen zu lassen.

Beginnen wir mit dem finanziellen Gesichtspunkt. Es gibt nun also in manchen Bundesländern Studiengebühren in Höhe von 500 € pro Semester. Rechnet man den Studentenwerksbeitrag dazu und teilt den Betrag auf den einzelnen Monat auf, kommt man auf 100 € extra. 100 € sind natürlich nicht wenig, aber auch nicht so viel, dass man dadurch am Studium gehindert wird. Ferner gibt es zahlreiche Bundesländer und Hochschulen, die geringere oder gar keine Studiengebühren haben. Weiterhin wurde das BAföG erst vor kurzem aufgestockt und auch Bildungskredite gibt es wie Sand am Meer. Wer aufs BAföG oder Studienkredite verzichten will, kann immernoch einen Job auf 400 € Basis ergreifen. Es geht mir nun nicht darum, manche Missstände in Deutschland schön zu reden, aber in Deutschland kann auch weiterhin jeder der will studieren – das ist Fakt.

In Sachen Numerus clausus gilt ähnliches. Jede Universität hat andere Zulassungsbeschränkungen und ein Fach, welches an der einen Uni einen NC von 1,3 hat, kann an einer anderen Uni einen NC von 2,8 haben. Man muss natürlich eine gewisse Flexibilität an den Tag legen. Wenn ich mich unter den Studenten so umschaue, denke ich allerdings oft, dass die Zulassungsbeschränkungen viel zu lax gehandhabt werden – aber das ist ein anderes Thema. Im Endeffekt hindert also auch kein NC an der Aufnahme eines Studiums.

Oder sehe ich irgendwas falsch?

2 Kommentare

  1. Freetagger sagt:

    Mhh trotzdem habe ich keine Lust zu studieren. Ich denke ich würde es nicht schaffen. Von den Leistungen her und mich täglich aufn A*sch zu setzen und zu lernen fällt mir schwer.

  2. torschtl sagt:

    studieren hat wenig mit täglichem aufm arsch sitzen zu tun. zumindest bei 99% aller studenten 😀

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