Feb 08
Seit den Bildungsstreiks in 2009 berichten die verschiedensten Medien verstärkt über das gesteigerte Stresspotential der “neuen” Bachelor/Master Studiengänge. 40 Stunden Woche bei zugestandenen 6 Wochen Urlaub und 1 Krankheitswoche pro Jahr. Das Studium nur noch ein Fulltimejob?
Irgendwie bin ich einerseits froh, dass dieses Pensum nun öffentliches Interesse erregt, aber andererseits auch etwas mißmutig, da in meinem Studiengang (Lebensmittelchemie, Staatsexamen) alles beim alten zu bleiben scheint. Soll heißen, meine Arbeitswoche umfasst locker 60 Stunden. Und das ohne Nebenjob. War vor der Bachelor/Master Einführung so und ist es immer noch . Meinen Kommilitonen von der “Vollchemie” geht’s nicht anders.
Morgens 8 ct die erste Vorlesung, um zehn die nächste, kurz Mittagspause dann irgendein Seminar und anschließend ab ins Labor zum Praktikum. Zwischen 17 und 18.00 Uhr da raus, nach Hause, Rechner an, Protokolle über Analysen oder Synthesen schreiben. Das nächste Kolloqium (in der Chemie mündliche Verständnisprüfung) steht auch schon wieder an, muss noch dafür lernen. An die Klausuren zum Semesterende will ich, wie so oft, gar nicht denken
. Aber gut, ich hab ja wieder mal nix besseres vor am Wochenende.
Nun fällt mir gerade immer mehr auf, dass sich Mittags das Tempo, mit dem sich Studis anderer Fachrichtungen in Richtung Mensa nähern, deutlich meinem Galopp nähert. Ich wusste gar nicht, dass Soziologen und Pädagogen so schnell rennen können
. Aber Spass beiseite. Nun, wo ich kurz vor dem Examen stehe und mein Studium resümiere, bin ich doch enttäuscht. Ich wurde fulltime vollgestopft mit Wissen. Chemie, Physik, Botanik, Toxikologie, Mathematik. Doch Räume innerhalb dieser Fächer, die es erlaubt hätten, sich mit bestimmten Inhalten näher zu befassen oder gar eigenverantwortlich zu agieren, gab es praktisch überhaupt nicht. Die Zeit für die Pflichtkür war meist schon immens knapp. Darüber hinaus wage ich zu bezweifeln, dass ich das Gros des Stoffes jemals wieder brauchen werde. Ich hab irgendwie nicht das Gefühl, mich persönlich in diesem Studium weiterentwickelt zu haben und wichtige Skills, die es in keinem Studiumplan gibt, ausprägen konnte.
Jan 23
Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sind Jobs und Stellenangebote für Hochschulabsolventen recht rar gesät. Ich kenne viele Studenten mit abgeschlossenem Studium, die dennoch nicht den Traumjob gefunden haben und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Ein Portal wie Jobware.de, welches ich erst kürzlich im Internet entdeckt habe, kann bei der Suche nach einer Arbeitsstelle nach dem Studium unter Umständen sehr hilfreich sein.
Besonders praktisch sind in meinen Augen die zahlreichen Filter, die von Berufsfeld, über Qualifikation und Position bis hin zur gewünschten Region reichen. Egal ob Jobs für Führungskräfte, Hochschulabsolventen oder Fachkräfte – für jeden ist etwas dabei.
Dabei erscheint mir besonders wichtig, dass nicht nur irgendwelche kleinen Betriebe in diesem Portal vertreten sind sondern auch zahlreiche namhafte große Unternehmen, wie etwa Siemens, Allianz oder Behr. Wer auf Anhieb nichts findet, dürfte sich über die Option “Jobs per Mail” freuen, mit der man konstant auf dem Laufenden gehalten wird.
Super Sache wie ich finde, aber denkt dran: vor der Bewerbung schön das StudiVZ und Facebook Profil anonymisieren
Jan 10
Wie die Mittelbayerische Zeitung heute berichtet, wird die Besetzung der Uni Regensburg von nun an nur noch zwischen 8 und 24 Uhr aufrecht erhalten, womit sich die Bezeichnung “Besetzung” dann endgültig erledigt haben dürfte.
Der H2 steht darüberhinaus bis zu vier Stunden pro Tag für große, nicht verlegbare Veranstaltungen der Uni zur Verfügung. In der restlichen Zeit werden nach wie vor alternative Vorlesungen / Veranstaltungen angeboten werden.
Der bislang als Schlafsaal genutzte H9 wird der Hochschulleitung gesäubert übergeben werden.
Quelle: http://torschtl.de/regensburg/uni-regensburg-besetzer-haben-ein-einsehen/#ixzz0cDQA5eTL
Jan 06
Studiengänge mit Haupt- und Nebenfächern haben ja ihre Vorteile. Man kann sich auf ein Hauptfach festlegen, aber trotzdem einen Einblick in andere Studiengänge bekommen. Wenn einem die Nebenfächer nicht so liegen, oder sich als langweiliger/komplizierter/unpassender herausstellen als man sie sich vorgestellt hat, sind es ja nur ein paar wenige Vorlesungen. Und wenn einem das Nebenfach super gefällt, kann man sich ja noch mehr in diese Richtung orientieren.
In meinem Fall (Hauptfach Anglistik) sind die Nebenfächer BWL und seit diesem Semester auch Medienwissenschaften. So kann ich die Frage leichter beantworten, was ich denn mit Anglistik später machen will, schließlich hab ich ja noch Medien und Wirtschaft dabei. Was nur sehr ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass man als “Nebenfächler” nirgendwo so richtig drin ist. Es fehlt irgendwie die Einstellung zum Fach, man kennt sich nicht so richtig aus und es heißt in jeder Veranstaltung “Das kennt ihr ja schon aus Vorlesung XY”, die man nur leider als Nebenfachstudent nicht hatte. In meinem Fall war das zumindest bisher in jeder Vorlesung so und dieses Semester mit Marketing geht es weiter mit “Das habt ihr ja in Mathe/Statistik/Mikro schon gemacht”. Und das Wissen fehlt halt dann einfach und man muss es sich nebenbei selbst beibringen. Dass man im Nebenfach nicht genauso viel lernen kann wie im Hauptach, ist ja klar. Aber ich verstehe nicht, was so schwer daran ist, einen generellen Einführungskurs für Nebenfachstudenten zu machen, der einen Überblick über die wichtigsten Punkte der Basisvorlesungen wie Mathe/Statistik etc. verschafft und einem so zumindest die Dinge näher bringt, auf denen andere Pflichtvorlesungen aufbauen. So hat man nur einen sehr eingeschränkten Blick in einzelne Vorlesungen, die von der Zusammenstellung her auch kaum bis gar nichts miteinander zu tun haben. Benötigtes Grundwissen fehlt meistens und das macht es noch schwerer, überhaupt einen richtigen Zugang zu finden.
Ines K. von m4ki.de
Dez 28
Heute Morgen gegen 6:45 Uhr wurden die verbliebenen 25 BesetzerInnen der LMU aufgefordert, das Audimax zu räumen. Laut Polizeiangaben kamen alle StudentInnen der Aufforderung nach, so dass es zu keinen Zwischenfällen während der Räumung kam.
Auf 100.000€ bezifferte der Rektor der Universität, Bernd Huber, den Sachschaden, der durch Schmierereien, eingeworfene Fenster uvw. entstanden sein soll.
Mehr Informationen finden sich bei der Sueddeutschen Zeitung.
Dez 26
Ein heikles Thema, man mag es gar nicht vermuten! Als Student ist man in der heutigen Zeit eigentlich auf einen DSL Zugang angewiesen – ohne Breitband Internet geht eigentlich kaum noch etwas, darüber wird sicher niemand großartig diskutieren wollen. Umso erstaunlicher, oder eben auch nicht, scheint es da, dass kaum ein Anbieter sich darum bemüht, Studententarife in diesem Segment anzubieten. Die Notwendigkeit eines solchen Zugangs scheint so klar zu sein, dass die meisten Unternehmen erst gar nicht daran denken, Studenten hier einen Rabatt anzubieten.
Leider ist hier die Anzahl der Angebote mehr als nur überschaubar. Nach einer Recherche im Internet ist mir momentan nur ein einziger Anbieter aufgefallen, der überhaupt so etwas wie einen DSL Studententarif anbietet. Dies scheint momentan tatsächlich nur o2 zu sein. Der Anbieter offeriert ein Komplettpaket (also Festnetzanschluss inklusive DSL), das für Studenten etwas angepasste Vertragsbedingungen hat: Studis können nämlich nach dem dritten Monat schon jederzeit (monatlich) kündigen. Das mag für den einen oder anderen natürlich ein großer Vorteil sein, wenn man bedenkt, dass die meisten Verträge sonst eine Laufzeit von 2 Jahren voraussetzen. Einen “Online Vorteil” von 5 Euro monatlich gibts immerhin noch obendrauf, jedenfalls für das erste Jahr.
Ansonsten sieht es in der Tat sehr mau aus. Die T-Com bemüht sich in der Hinsicht recht wenig, oder eher: gar nicht. Lediglich günstige Anbieter wie z.B. Congstar DSL könnten noch eine gute Alternative für Studenten sein, da man hier zumindest wahlweise (wenn auch mit Aufpreis) eine nur monatliche Laufzeit vereinbaren kann.
Mich würde wirklich interessieren, ob jemand noch echte Studentenangebote zum Thema DSL kennt. Denn ich habe leider sonst keine finden können, was wirklich sehr schade ist.
Dez 23
Wie man unter dem Twitteraccount von iN00dle lesen kann, ist heute gegen 14 Uhr das Räumungsultimatum von Rektor Strothotte abgelaufen.
Derzeit steht die Presse wohl vor verschlossenen Türen während das Ordnungsamt mit der Räumung begonnen hat. Laut twitter sind derzeit um die 40 Leute im Hörsaal 2. Das WLAN wurde laut iN00dle ebenfalls abgestellt. In Zeiten von UMTS eine eher unwirksame Maßnahme, um Berichterstattung nach außen zu verhindern.
UPDATE: Ein Video von der “Räumung” gibt es hier auf youtube zu sehen.
Quelle: http://torschtl.de/?p=118#ixzz0aWe7OkT4
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