Alle Jahre wieder: BAföG beantragen – Probleme und Wartezeiten

Viele Studenten in Deutschland sind inzwischen auf finanzielle Unterstützung im Studium angewiesen und wer nicht zu einem, in meinen Augen recht teuren, Studienkredit greifen will, dem bleibt oft nur die Möglichkeit BAföG zu beantragen. Ich habe mich hier bereits öfters über die Thematik BAföG ausgelassen (einfach BAföG ins Suchfeld eingeben und ihr werdet schnell fündig) und möchte an dieser Stelle nun dieses ansich gute Ausbildungsförderungsprogramm nicht schlecht reden, allerdings will ich gerade den Erstsemestern ein paar gute Ratschläge an die Hand geben, damit es auch künftig mit dem BAföG keine Probleme gibt:

  1. BAföG muss jedes Jahr neu beantragt werden. Stellt diesen Antrag am besten bereits im Juli des jeweiligen Jahres, gerade dann, wenn ihr dringend darauf angewiesen seit. Hintergrund: die durchschnittliche Bearbeitungszeit (Eingang des Antrags bis Auszahlung des Geldes) dauert runde zwei bis drei Monate. Wenn ihr den Antrag also im Juli stellt, könnt ihr euch sicher sein, dass ihr bis zum Studienbeginn das BAföG auch erhaltet.
  2. geht am Besten immer in die Sprechstunde eures Sachbearbeiters, um das BAföG zu beantragen. Es heißt zwar oft, dass der Antrag auch via Post etc. eingereicht werden kann, aber wenn ihr direkt beim Sachbearbeiter alles abgebt, ist es wahrscheinlicher, dass alles problemlos über die Bühne geht. Ferner kann euch dieser gleich sagen, was für Unterlagen noch fehlen und ihr könnt diese zügig nachreichen.
  3. wer dringend Geld benötigt, kann zu jeder Zeit einen Antrag auf Vorauszahlung stellen – nutzt diese auch!

4 Kommentare

  1. Frederik sagt:

    Hallo Frank, als ich noch Student war, habe ich auch BAföG beantragt. Das dauerte ganze 4 Monate. Letztlich zählte aber das Antragsdatum, also bekam ich – als der Antrag endlich angesegnet war – 4x den Höchstsatz. Das war erfreulich, jedoch hätte ich, um auch nach dem vierten Semester BAföG zu bekommen, diverse Belege abgeben müssen. Die habe ich als Freizeitstudent natürlich nicht 😉 Also war das das Ende vom Lied. Naja, selbstständig lebt es sich ohnehin besser.

  2. freisemester sagt:

    Bafög ist ja doch für die meisten eine recht untransparente Sache.Langfristig führt meiner Meinung nach kein Weg an einer Nebenbeschäftigung vorbei. Auch eine Finanzierung durch Studienkredite ist nicht weniger Aufwändig und kostet Geld.
    Zeit für ein kostenloses Semester auf Freisemester?!

  3. Andy sagt:

    Hi Frank, viele Interessante Punkte, von denen ich teilweise so noch nicht gehört habe. Danke. Vielleicht interessiert es auch andere, mir hat bafög.org auch sehr gut geholfen, gerade am Anfang als ich noch kein Bafäg bekommen hatte.

  4. Corni Klein sagt:

    Ich hatte auch zu Studienzeit Bafög erhalten, war häufig doch eher eine etwas mühselige Angelegenheit. Den Tipp von wegen immer zum Sachbearbeiter zu gehen, finde ich sehr gut. Habe das in meinem letzten Jahr gemacht und es ist besonders gut, weil der einen häufig sofort darauf hinweisen kann, dass noch etwas fehlt. Bevor man aber den Antrag einricht und zum Sachbearbeiter geht sollte man sich auf jeden Fall schon etwas besser mit dem ganzen Bafög Thema auskennen. Hilft extrem im Gespräch, wenn man weiß wovon der gegenüber eigentlich redet, mir half damals bafög.org immer sehr, weil dort auch evtl. neuerungen zeitnah vorgestellt wurden und erläutert werden.

    Gruß
    Corni

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