Guttenberg tritt zurück – Die Plagiatsaffäre

Im Prinzip könnte man ihn ja jetzt in Ruhe lassen, nun da er zurückgetreten ist, da er Fehler eingestanden hat und vor dem Aus seiner politischen Karriere steht. Sicher war das alles nicht in seinem Sinn. Die Plagiatsaffäre, die Rückgabe des Doktortitels, und letztlich der Rücktritt von allen politischen Ämtern.

Es hatte eigentlich alles sehr gut begonnen, als er mit 36 Jahren bereits Generalsekretär der CSU wurde ein Jahr später war er der jüngste Wirtschaftsminister und schon bald darauf wurde Herr zu Guttenberg Verteidigungsminister. Klingt sehr zielstrebig und hätte auch gut werden können.

Doch die Vorwürfe, er habe seine Dissertation nicht selbst geschrieben, lassen diese Karriere schnell zu Ende gehen. Nun fängt das Gerangel an, man wirft ihm vor, er habe sogar bei seinen Doktorvater abgeschrieben und zudem sei seine Arbeit insgesamt zu fast 75 Prozent nicht in seine eigene, sondern aus vielen verschiedenen Quellen abgeschrieben. Einhundert Strafanträge sind die Folge. Aber trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack. Es wird zwar behauptet, dass man 2006 noch keine ausreichende Möglichkeit der Überprüfung des Copyrights gehabt hätte, aber es gab doch sicherlich Lektoren, und es gab auch noch eine Menge anderer Doktoranden, die Dissertationen zur Vorlage gebracht haben. Und ausgerechnet bei jemandem, der gerade dabei ist, politisch Karriere zu machen, findet man dann all diese Plagiate. Irgendwie verwunderlich. Trotz allem, er hat seine Fehler eingestanden und die Konsequenzen daraus gezogen.
Ganz gleich, ein Imageschaden ist es schon für Karl Theodor zu Guttenberg und Bundeskanzler kann er auch nicht mehr werden. Aber die Geschichte lehrt uns, es kann auch für ihn, wie schon für einige Politiker vor ihm, eine zweite Chance in der Politik geben.

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