Schüler aus dem Westen wollen nicht in Ostdeutschland studieren

Wie die Welt berichtet, zeigt eine aktuelle Befragung von Schülern durch die Hochschulinitiative Neue Bundesländer, dass zwar 62 % der westdeutschen Schüler ihre Heimat verlassen wollen, allerdings wollen nur 5 % nach Ostdeutschland zum Studieren. Fragt man etwas genauer nach, zeigt sich schnell, das Aktionen wie „Studieren in Fernost“ dringend nötig sind.

Hauptsächlich halten die üblichen Stereotypen die Abiturienten von einem Studium im Osten ab: Ostdeutschland sei marode und alt, dazu kämen Armut und vielschichtige andere soziale Probleme, ferner seien auch die Hochschulen nicht so gut wie die westdeutschen Unis.

Es mag wohl in der Tat so sein, dass es den ostdeutschen Bundesländern nicht so gut geht und es dort auch häufiger zu sozialen Problemen kommt, schaut man aber mal genau hin, finden sich für Studenten eigentlich nur Vorteile. Eben durch die geringere Finanzkraft der Bewohner, sind die Lebenshaltungskosten in ostdeutschen Städten bei weitem nicht so hoch wie etwa in Stuttgart, Heidelberg oder München. Ich finde, dass schon allein auf Grund der Tatsache, dass die Mietpreise oft nur halb so hoch sind wie im Westen, sich eine Stadt wie Leipzig oder Jena perfekt für Studenten eignet. Hab ich schon erwähnt, dass in Ostdeutschland keine Studiengebühren erhoben werden? Auch die Annahme, dass die Hochschulen im Osten schlechter sind als die im Westen stimmt so nicht ganz, denn in vielen Fachbereichen haben die Unis in Dresden oder Leipzig bereits die Nase vorn und auch die Zufriedenheit unter Studenten ist dort höher.

Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, wo er studieren möchte und welche Stadt für sein Studienfach die beste ist. Ich wollte hier nur kurz aufzeigen, dass ein Studium im Osten durchaus auch seine Vorzüge hat.

5 Kommentare

  1. torschtl sagt:

    das mag jetzt nach vorurteil klingen, aber K.O. Kriterium Nummer 1 und die Tatsache, warum ich mich da NIE wohlfühlen könnte ist der Dialekt.
    Das klingt von mir aus bescheuert, aber als Bayer geht das für mich halt überhaupt nicht…

  2. Tobi sagt:

    Sorry Torschtl, aber es klingt nicht nur nach Vorurteil. Aber wenn du es so genau siehst, wirst du dich in keinem anderen Bundesland wohl fühlen, denn man spricht halt nur in Bayern bayrisch. Es hat absolut nichts mit Ostdeutschland zu tun…
    Ich habe übrigens bewußt ein Semester in Bayern verbracht…gerade der Vorurteile wegen. 🙂

  3. torschtl sagt:

    Ne, das sehe ich nicht so, weil ich andere Dialekte, wie das Schwäbische oder das Berlinerisch sehr gern höre.

    Fränkisch hingegen mag ich gar nicht und das, obowohl es (angeblich ;)) ein Teil Bayerns ist 😛

  4. Tobi sagt:

    Na wenn du das Berlinerisch gern hörst, dann wäre doch eine Uni in Ostdeutschland doch wieder ohne Weiteres möglich. Warum wird Ostdeutschland immer mit sächsisch gleichgesetzt? Nur weil ein Teil der Bevölkerung sächsich spricht, sprechen große Teile der neuen Bundesländer kein Sächsisch.

  5. Madeleine sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Osten schlechter wäre. Ich denke, dass es dort klare Vorteile gibt. Miete und Lebensunterhalt sind viel billiger als in westlichen Großstädten.

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