Lohnt sich eine private Krankenversicherung für Studenten?

Das Thema Versicherungen ist vielen Studenten lästig. Es macht auch wirklich keinen Spaß sich mit dem ganzen Fachchinesisch auseinander zu setzen und doch ist es wichtig, dass man das ab und an mal tut. Manchmal kann man dadurch sogar noch ein wenig Geld sparen. Heute wollen wir uns daher mal mit der privaten Krankenversicherung für Studenten beschäftigen und schauen, für wen sich diese Versicherung wirklich lohnt.

Welche Gründe sprechen für eine private Krankenversicherung?

Im Allgemeinen kann man festhalten, dass für die Großteil der Studenten die private Krankenversicherung nur wenig Sinn macht. Wer noch unter 25 Jahre alt ist, der ist über die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung ohnehin kostenlos über die Eltern mitversichert. Diese Familienversicherung zu verlassen ergibt eigentlich keinen Sinn.

Die private Krankenversicherung kann unserer Meinung nach aus 2 Gesichtspunkten heraus interessant für Studenten werden. Da ist zum einen der finanzielle Aspekt, der nach dem 25. Geburtstag interessant werden könnte. Auf der anderen Seite stehen die Leistungen, die durch die private Krankenversicherung angeboten werden. Beide Argumente können dazu führen, dass die Krankenversicherung lieber privat abgeschlossen werden sollte.

Der finanzielle Aspekt

Die private Krankenversicherung kann sich finanziell sich in 3 möglichen Szenarien lohnen:

  1. Der Privattarif ist günstiger als der Studententarif der gesetzlichen Krankenkasse. Dies ist allerdings eher selten der Fall und die Ersparnis ist in diesem Fall auch nicht besonders hoch.
  2. Man ist ein sogenanntes „Beamtenkind“. Wenn ein Elternteil verbeamtet ist, lohnt es sich in der Regel für die Kinder eine private Versicherung abzuschließen. Das liegt an der sogenannten Beihilfe, mit der Kinder zu in der Regel 80% über die Eltern versichert sind. Dann braucht man die restlichen 20% nur über eine private Versicherung abdecken. Diese Möglichkeit gibt es in der gesetzlichen Krankenkasse aber nicht, weshalb dort dann der volle Betrag zu zahlen wäre.
  3. Studenten, die über 30 Jahre alt sind oder über 14 Fachsemester studiert haben, können den Studententarif der gesetzlichen Krankenkasse nicht mehr in Anspruch nehmen. In diesem Fall kann ein privater Tarif dann deutlich günstiger sein, als das gesetzliche Pendant. Dafür sollte man aber unbedingt im Internet die Tarife vergleichen. Dafür gibt es zahlreiche Portale, wie z.B. Tarifcheck24.com.

Der leistungsbezogene Aspekt

Der andere Aspekt sind die Leistungen. Viele Versicherte, die sich für die private Krankenversicherung entscheiden, tun dies, weil sie sich dann besser abgesichert fühlen. Das trifft in hochpreisigen Tarifen auch zu, doch bei Studenten sind wohl eher die günstigen Tarife gefragt. Hier ist der Unterschied in den Leistungen im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse oft nicht sehr groß. Eventuell eignet sich sogar eine private Zusatzversicherung (z.B. für Zahnersatz oder alternative Heilmethoden) für Studenten besser, denn wer wirklich mehr Leistungen haben will, muss dafür leider auch tiefer in die Tasche greifen.

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