Schlaflos im Studium

Dass ein Erwachsener sechs bis acht Stunden schlafen sollte, weiß mittlerweile jeder. Nur mit ausreichend Schlaf sind wir leistungsfähig und bleiben gesund. Wer dauerhaft zu wenig und schlecht schläft, schwächt sein Immunsystem. Doch gerade im Studium ist es nicht immer leicht ausreichend und erholsam zu schlafen. Immer mehr Studenten leiden an Schlafstörungen. Die Gründe und was dagegen getan werden kann, erfahrt ihr nachfolgend.

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Hauptgründe für Schlafstörungen bei Studenten

Mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge ist der Druck auf Studenten noch einmal gestiegen. Anwesenheitspflicht bei Vorlesungen, der Druck das Studium in der Regelstudienzeit abschließen zu müssen, um Bafög zu bekommen und die Angst ohne einen sehr guten Abschluss keinen Platz im Master zu bekommen, lässt Studenten unter ständigen Leistungsdruck stehen. Vorlesungen zu verschiedenen Zeiten, Nebenjobs und die verdienten Partys am Wochenende machen es zudem schwer eine geregelte Schlafenszeit einzuhalten. Manchmal sind aber auch einfach Beziehungsstress und das Grübeln über die eigene Zukunft oder Sorgen um das liebe Geld Schuld an schlaflosen Nächten. Dabei sollte studieren doch Spaß machen! Und ohne gesunden Schlaf ist das Gelernte auch schnell wieder weg. Die Gedächtnisfähigkeit entwickelt sich während des Schlafprozesses und unser Gehirn verknüpft wichtige Informationen miteinander. Besserer Schlaf = bessere Klausuren!

Lösungen bei Schlafstörungen

Wenn Studenten unter Schlafstörungen leiden versuchen sie meist den Körper erst einmal auszutricksen. Schließlich ist man jung und da muss man auch mal mit weniger Schlaf auskommen. Also wird zu reichlich Koffein in Form von Kaffee, Mate, Cola und Tabletten gegriffen. Schlaftabletten sind erst recht keine Lösung, denn sie können abhängig machen. Besser: feste Zeiten für ins Bett gehen und Aufstehen einplanen. Sport hilft auch, denn oft ist bei Studenten zwar das Gehirn müde, der Körper aber noch lange nicht.

Ursachen für Schlafstörungen im Schlaflabor herausfinden

Ihr liegt trotzdem noch wach oder fühlt euch auch nach acht Stunden Schlaf noch müde und ausgelaugt? Ihr leidet unter Konzentrationsschwächen, seid gereizt und habt Kopfschmerzen? Dann solltet ihr einen Termin im Schlaflabor vereinbaren. Denn es gibt auch noch weitere Ursachen für Schlafstörungen. Im Schlaflabor kann herausgefunden werden, warum ihr nicht gut schlaft.

CPAP-Therapie bei Schlafapnoe

Von Schlafapnoe spricht man, wenn vorübergehende Atemstillstände mehr als zehnmal in der Stunde auftreten und länger als 10 Sekunden andauern. Die Atemtherapie CPAP stellt eine einfache und erfolgreiche Möglichkeit dar. CPAP heißt zu Deutsch: „kontinuierliche positive Überdruckbeatmung“. Bei dieser Therapie wird dem Patienten über eine Nasenmaske Luft zugeführt, damit die Atemwege frei bleiben.

Symptome wie Müdigkeit, Schläfrigkeit und Depressionen können damit meist behoben werden. Tipps und Tricks zur CPAP Therapie können hier nachlesen werden.

3 Kommentare

  1. Katharina sagt:

    Schlafstörungen können aber auch noch weitaus mehr Ursachen haben. Zum Beispiel spielt die Ernährung auch eine wichtige Rolle, wenn man sich abends vor dem zu Bett gehen den Bauch voll haut, hat der Magen über Nacht viel zutun. Auch Elektrosmog kann eine Ursache sein, wenn im selben Raum das Smartphone neben einem auf dem Nachttisch liegt oder der WLAN Router im selben Zimmer steht. Auch eine falsche Matratze kann die Ursache für Schlafstörunge sein. Es muss also nicht immer nur am Stress liegen.

  2. Hannes sagt:

    Hi,

    den eigenen Schlafrythmus zu finden fand ich immer besonders schwer. Wie ihr auch schon schreibt, bekämpft man die Müdigkeit dann mit einem schönen Kaffee und kommt abends nicht rechtzeitig ins Bett. Und wenn dann morgens der Wecker klingelt, geht alles wieder von vorne los.

    Deswegen sollte man den Koffein Konsum reduzieren und versuchen, jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und zur gleichen Zeit aufzustehen. Dann merkt der Körper abends schon, wann es Zeit zum Schlafen ist. 🙂

    Viele Grüße
    Hannes

  3. Tim sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für diesen Artikel!

    Ich arbeite schon viele Jahre mit Studentinnen und Studenten zusammen und weiß, dass viele unter Schlafstörungen leiden und auch nicht wirklich auf gesunde Schlafgewohnheiten achten. Dabei ist ein gesunder Schlaf das A und O für ein erfolgreiches Studium.

    Ob der Gang ins Schlaflabor im Einzelfall notwendig ist, weiß ich nicht, aber ich denke, dass man diese Option auf dem Zettel habe sollte. Was kostet so etwas denn?

    Die CPAP-Methode kannte ich noch nicht. Vielen Dank für die Vorstellung!

    Noch eine Anmerkung zur Einleitung: Die Anwesenheitspflicht ist gar nicht so streng in Deutschland und wird momentan von vielen Unis und Hochschulen sogar ganz abgeschafft. Das heißt aber nicht, dass das Studieren mit Bachelor und Master nicht trotzdem super stressig ist. 😉

    Liebe Grüße
    Tim

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