Studenten in Wohnungsnot

Zurzeit wird es nicht nur an der Uni eng und Studenten sitzen in überfüllten Hörsälen. Auch die Wohnheime platzen in den Unistädten aus allen Nähten und günstiger Wohnraum ist schon lange Mangelware. Die Studentenwerke haben inzwischen Auffanglager eingerichtet: hier lebt der Student mit 25 weiteren in einem kleinen Raum, schläft auf einer Matratze, teilt sich die Dusche mit 20 anderen und zahlt dafür auch noch 8 Euro die Nacht. Durch geburtenstarke Jahrgänge, dem Wegfall der Wehrpflicht und dem doppelten Abi-Jahrgang stürmen in diesem Jahr rund 60.000 Studenten mehr die Unis und so gibt es kaum noch Wohnraum. Der der vorhanden ist, ist kaum bezahlbar und bezahlbarer Wohnraum ist schon lange belegt. Mitwohnbörsen und Schwarze Bretter haben Hochkonjunktur, denn leider sind die Wohnheimplätze, WG-Zimmer und weitere Unterkünfte nicht gleichermaßen angestiegen. Im Berlin, wo die Mieten teilweise recht gering sind, warten derzeit noch 500 Bewerber auf einen Platz im Wohnheim. In Köln hat man nur weitere Studienplätze geschaffen, neuen Wohnraum gibt es erst ein Semester später. In München werden Plätze im Wohnheim verlost. 58 Studentenwerke bieten derzeit rund 180.000 Wohnheimplätze an. Das Deutsche Studentenwerk schätzt jedoch ein, dass zusätzlich 25.000 Wohnheimplätze in diesem Semester erforderlich sind, die es einfach nicht gibt.

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