Unterforderung kann krank machen – Boreout

Nicht nur die Überforderung kann krankmachen, auch die Unterforderung. Burnout-Syndrom ist mittlerweile jedem bekannt, Boreout jedoch nicht. Boreout ist die Unterforderung und Langeweile im Beruf.

Ursachen von Boreout

Die Ursachen von Boreout sind vor allem Langeweile und das Desinteresse am Job. Dies kann zu Selbstzweifeln führen und sogar zynisch machen. Durch eine Umfrage wurde festgestellt, dass sich 60 Prozent der Angestellten mehr anspruchsvollere Aufgaben wünschen. Auch kommt noch erschwerend hinzu, dass die Chefs meist kaum Zeit haben, um sich über die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu informieren. Dies finden viele Angestellte als fehlende Anerkennung, was zu den häufigsten Stressfaktoren zählt. Aber auch die wachsenden Erwartungen spielen im Job eine große Rolle. Die Arbeit soll Wünsche erfüllen, Geld bringen, die Karriere ankurbeln, man möchte sich selbst verwirklichen und Spaß soll der Job auch noch machen. Kommt dann noch die Unterforderung hinzu, kann dies schnell zum Boreout führen. Besonders bei leistungsorientierten Menschen kann eine Unterforderung sehr schnell zu Stress führen, da sich die Boreout Patienten wie unsichtbar fühlen. Denn es ist sehr demotivierend, wenn Ideen nicht mehr gefragt sind und das Engagement nicht gewürdigt wird. So entsteht eine enorme emotionale Anspannung, die im schlimmsten Fall zum Boreout führen kann.

3 Kommentare

  1. Martin sagt:

    Hast du noch mehr Inforationen dazu ?

  2. Reinhard Hartl sagt:

    Burnout, Stress, Überforderung sind gesellschaftsfähig geworden. Und jetzt die Erkenntnis, dass vielleicht das Gegenteil richtig ist. Unterforderung und Langeweile als Krankmacher. Nachdem ich das Burnout-Thema jetzt schon seit Jahren verfolge und es für mich trotz der hartnäckigen Präsenz in den Medien nie richtig greifbar wurde eröffnet sich mit Boreout ein völlig neuer Ansatz, der gerade für mich als Führungskraft wichtige Erkenntnisse bringt. Denn auch ich habe bei meinen Mitarbeitern dieses Phänomen erkannt und weiß, wie schwierig es für die Betroffenen ist, „den Hintern wieder hoch zu bekommen“. Diese Menschen sind so in Ihrem in sich schlüssigen Boreout-System gefangen, dass Sie tatsächlich der Überzeugung sind, Überforderung wäre der Grund.
    So ist dieses Phänomen aber nicht therapierbar, d.h. wir bräuchten Mechanismen und Ansätze, um das Problem „incidental“, beiläufig oder mittelbar zu lösen. Ideen?

  3. Poetin sagt:

    Im Staatsdienst gibt es Sicherheit,
    doch Unterforderung macht sich breit.
    So kam es wie es kommen muss,
    ein Mitarbeiter sagte Schluss,
    er suchte sich ne neue Stelle,
    eine Nachfolge für sich, fand er auf die Schnelle.
    Diese Nachfolge machte ihre Stelle frei, und auch dort kam wieder eine Nachfolge herbei.
    Der Wechsel der drei, er klappte noch nicht,
    die fehlende Stellenbuchung schlug ins Gewicht.
    Denn die dritte im Bunde machte wieder ne Stelle frei,
    eine Nachfolge hierfür war noch nicht dabei.
    So wird es immer weiter gehen,
    ein Ende ist nicht abzusehen.
    Der Mitarbeiter voll Verdruss,
    sagte zum Arzt jetzt ist mal Schluss,
    ich kann es länger nicht ertragen,
    gehör doch nicht zum Arbeitssklaven.
    Hab alles getan, was getan werden kann,
    ich brauch ne Auszeit ohne wenn und dann.
    Der Arzt schreibt dann in sein Attest,
    er stellt zu seinem Bedauern fest,
    dass sein Patient nun wechseln muss,
    sonst ist mit seiner Gesundheit,
    Schluss.
    Ich hoff es wird bald alles gut,
    und schöpfe schon mal neuen Mut.

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